Die bisherigen Büroflächen der komba gewerkschaft e.V. in der Kölner Innenstadt wiesen einen erheblichen Modernisierungs- und Sanierungsbedarf auf. Im Zuge der Abwägung, ob der bestehende Gebäudebestand umfassend saniert oder durch einen Neubau ersetzt werden sollte, fiel die Entscheidung des Bauherrn zugunsten eines Neubaus. Mit der Generalplanung des fünfgeschossigen Bürogebäudes inklusive Untergeschoss wurde die DERICHSuKONERTZ Planung beauftragt.
Da für das Grundstück kein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt, richtet sich das Vorhaben nach §34 BauGB. Der Baukörper orientiert sich an den Straßenfluchten der Norbertstraße und der Spiesergasse und nimmt dadurch in Teilen eine polygonale Grundform an. Im Norden schließt das neue Gebäude an ein bestehendes Wohnhaus an. Zur städtebaulichen Integration sowie zur Einhaltung von Abstandsflächen wurde der Neubauentwurf an mehreren Stellen zurückversetzt. Diese gestaffelte Bauweise schafft terrassierte Flächen, die von den Nutzerinnen und Nutzern als Außenbereiche genutzt werden können.
Das Gebäude gliedert sich funktional in einen Technik- und Lagerbereich im Untergeschoss, einen Empfangsbereich im Erdgeschoss sowie einen flexibel nutzbaren Gremiensaal mit Küche und Loggia im 1. Obergeschoss. Die Obergeschosse 2 bis 4 beherbergen die Bürobereiche der komba gewerkschaft mit insgesamt 26 festen Arbeitsplätzen, ergänzt durch Besprechungsräume, einen Sozialraum und eine großzügige Dachterrasse. Die Bürostruktur folgt überwiegend einer klassischen Zellenaufteilung.
Im Erdgeschoss befinden sich drei Pkw-Stellplätze sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die Zufahrten wurden entlang der untergeordneten Westseite angeordnet und zurückhaltend in die Fassadengestaltung integriert.