Ein Jahr, fünf Baustellen, ein Ziel: neue Kitas für die Stadt Euskirchen. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt hat DEKO als Totalunternehmer innerhalb kürzester Zeit fünf neue Kindertageseinrichtungen geplant, gebaut und drei davon bereits schlüsselfertig übergeben. Die vierte Kita folgt im Sommer und die fünfte wird Anfang 2026 fertiggestellt.
Nach der Flutkatastrophe 2021 standen viele Kindertageseinrichtungen in Euskirchen vor dem Aus. Die Stadt entschied sich für einen klaren Neuanfang: Sieben Kitas sollten ersetzt werden, fünf davon hat DEKO geplant und gebaut. Für die betroffenen Kinder und ihre Familien bedeutet das eine spürbare Rückkehr zur Normalität. Mit der Fertigstellung dieser Neubauten gehört die Interimslösung in Modulbauten der Vergangenheit an und die neuen Kitas bieten ein attraktives, nachhaltiges und modernes Spielund Lernumfeld.
Vom Planungsbeginn bis zur Schlüsselübergabe: Ein Jahr
Planung, Genehmigung, Bau und Inbetriebnahme der fünf Kitas erfolgten innerhalb eines bemerkenswert kurzen Zeitraums. Ende 2023 wurden die ersten drei Projekte einzeln beauftragt, im März 2024 die letzten beiden. Als Totalunternehmer übernahm DEKO die Gesamtverantwortung von Entwurf, Ausführungsplanung und Bau bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe an die Stadt Euskirchen. Pädagogische Gestaltung und Architektur der Gruppen- und Differenzierungsräume, Lüftung, Heizung, kindgerechte Sanitäreinrichtungen, Haustechnik, Küchen, Außenanlagen und Spielgeräte: Sämtliche Leistungen kamen aus einer Hand. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Planungs- und Baugesellschaft innerhalb der DEKO-Gruppe ermöglichte dabei einen schnellen und effizienten Austausch.
Dank des gebündelten internen Know-hows und der daraus resultierenden Synergien gelang es, den Bau der Kitas in Euskirchen trotz strenger Zeitvorgaben termingerecht umzusetzen und sämtliche behördlichen Auflagen vollständig zu erfüllen.
Standardisiert und trotzdem individuell
Denn trotz des Tempos wurde höchste Sorgfalt in die Ausführung gelegt. Auch wenn die fünf Neubauten einem einheitlichen, funktionalen Konzept folgen, gibt es Raum für individuelle Anpassungen. Neben Gruppenund Differenzierungsräumen verfügen die Einrichtungen über barrierefreie Zugänge und großzügige Spielflächen. Dabei mussten zahlreiche Vorgaben der Stadt, des LVR und der Unfallversicherung berücksichtigt werden – eine wichtige Voraussetzung für die abschließende Betriebserlaubnis.
Technisch top
Technisch sind die Neubauten auf dem neuesten Stand. Eine besonders effiziente Heiz-Kühldeckenlösung sorgt dafür, dass die Kinder auch an heißen Sommertagen einen kühlen Kopf bewahren. „In Neubauten stellt die Wärmeversorgung selten ein Problem dar, die größere Herausforderung liegt inzwischen in der Kühlung“, so Sebastian Mierau. Jeweils zwei Wärmepumpen versorgen die Anlagen zuverlässig mit der nötigen Energie. Nachhaltigkeit wird selbstverständlich auch bei diesem DEKO-Projekt großgeschrieben: Alle Kitas erhalten extensiv begrünte Dächer und Photovoltaikanlagen. Das sorgt für geringe Betriebskosten und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz, denn der „Sonnenstrom“ fließt bei Bedarf in die Ladestationen für E-Autos!
Zur Planung der Kitas lesen Sie unseren Artikel „Fünf auf einen Streich“ im DEKORIANER, Ausgabe 1/2024
„Ein so straffer Zeitplan ist nur mit klaren Strukturen, kurzen Wegen und echter Teamarbeit möglich. Das Zusammenspiel mit den Fachbereichen der Stadt Euskirchen war ein entscheidender Faktor, denn die Abstimmungen verliefen konstruktiv und zielgerichtet. Ohne dieses partnerschaftliche Miteinander wäre eine schnelle Umsetzung undenkbar gewesen.“
Sebastian Mierau, DEKO-Bauleiter & Projektverantwortlicher
IM GESPRÄCH MIT ROMAN ENGEL, BAUHERRENVERTRETER DER STADT EUSKIRCHEN.
„Es läuft wie am Schnürchen.“
Der Bauingenieur Roman Engel ist Projektleiter im zentralen Immobilienmanagement der Stadt Euskirchen und für den Bau der neuen Kitas verantwortlich. Die Redaktion des DEKORIANERS sprach mit ihm über das Projekt und die Zusammenarbeit mit DEKO.
Die Flutkatastrophe 2021 hat Euskirchen hart getroffen, sieben Kitas mussten neu gebaut werden. Mit welchen besonderen Herausforderungen wurden Sie als Bauherrenvertreter konfrontiert?
Wir standen plötzlich vor der Herausforderung, nicht nur Kita-Ersatz zuschaffen, sondern dies auch schnell, zukunftsfähig und qualitativ hochwertigumzusetzen. Es ging nicht nur darum Gebäude zu errichten. Wir wollten sichere, kindgerechte und nachhaltige Räume schaffen,die zum einen dem Bedarf unserer Stadt gerecht werden, zum anderen um bei einer erneuten Flut den Schaden kleiner zu halten und somit zügiger sanieren zu können.
Die Kinder waren und sind in provisorischen Modulbauten untergebracht, deshalb war der Druck, schnellstens gute Lösungen zu liefern, hoch. Gleichzeitig wollten wir keine Abstriche bezüglich Qualität, Nachhaltigkeit oder Funktionalität machen.
Fünf neue Kitas baut DEKO. Was waren die ausschlaggebenden Kriterien bei der Vergabe?
Wir haben die Auswahl nach einer strukturierten Matrix vorgenommen. Dabei wurden verschiedene Kriterien bewertet: Architektur, Qualität, Termintreue, Nachhaltigkeit und auch der Preis.
Drei der fünf Kitas sind ja bereits fertig gestellt. Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit DEKO auf den Punkt bringen?
Wir haben uns am Anfang einmal zusammengerauft - und dann lief es. Die Zusammenarbeit verlief äußerst kooperativ und partnerschaftlich, ein echtes Geben und Nehmen. Wir pflegen ein sehr unkompliziertes Miteinander, weil wir uns auf der Baustelle direkt abstimmen, ganz ohne langatmigen Mail- oder Schriftverkehr. Dieses Vertrauen hat enorm viel Tempo und Effizienz gebracht. Ich sage gern: Der Spielmacher legt auf, und der Stürmer verwandelt. Genauso war es auch hier. Wir konnten uns darauf verlassen, dass alles in die richtige Richtung läuft. Das gilt für das gesamte DEKO-Baustellenteam gleichermaßen, stellvertretend nenne ich hier Sebastian Mierau und Michael Wasch. Sie waren immer ansprechbar, präsent, haben Entscheidungen getroffen und vor allem schnell umgesetzt.
Was macht die neuen Kitas besonders? Warum sprechen Sie selbst gerne von „Musterkitas“?
Weil sie genau das sind. Aus pädagogischer, ökologischer und sicherheitstechnischer Sicht bauen wir echte Vorzeigeprojekte. Wir haben nicht einfach nur den Status quo ersetzt, sondern zukunftsfähige Räume geschaffen. Da steckt so viel drin, was morgen Standard sein wird und bei uns heute schon umgesetzt ist. Zum Beispiel die Heiz-Kühldecken, die für ein angenehmes Raumklima sorgen, Gruppentüren mit programmierbaren Chips, die individuelle Zugangsrechte ermöglichen sowie Schallschutzmaßnahmen im gesamten Gebäude, was bei kleinen Kindern für die Mitarbeiter enorm wichtig ist. Im Leitungsbüro gibt es Sichtachsen zum Eingangsbereich – das schafft Sicherheit. Die gesplitteten Wärmepumpen liefern mehr Leistung bei deutlich reduzierter Geräuschentwicklung.
Aus den oben genannten Gründen ist die Stadt Euskirchen daher für den European Climate Award nominiert.
Bei der Konzeption haben Sie das Kita-Personal von Anfang an einbezogen?
Das war uns wichtig. Zum einen haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Personalräume gelegt. Wir wollten als Zeichen der Wertschätzung einen ansprechenden Rückzugsort für das Kita-Personal schaffen. Schließlich sind sie die tragenden Säulen unserer Einrichtungen. Zum anderen haben wir im Vorfeld gemeinsam die grundsätzlichen Anforderungen an die Kita-Räumlichkeiten definiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kitas wissen am allerbesten, was sinnvoll ist.
Welches Fazit ziehen Sie nach der bisherigen Zusammenarbeit mit DEKO?
Das Fazit ist positiv, alles läuft wie am Schnürchen. DEKO hat hier eine sehr gute Leistung erbracht. Die ersten beiden Kitas standen zwei Monate schneller, als es der Bauzeitenplan vorgesehen hatte, das ist außergewöhnlich. Insgesamt spricht die Leistung für sich: DEKO hat die Kitas verinnerlicht.
Es macht einfach Spaß, mit Profis zusammenzuarbeiten, bei denen die Chemie stimmt. Die Kommunikation war und ist nicht nur effizient, sondern auch menschlich angenehm. Wir ergänzen uns fachlich und im Umgang miteinander treffen wir den richtigen Ton, hart in der Sache, aber immer produktiv.
Und was sagen Sie zum Mängelmanagement?
Fehler passieren bei jedem Bauvorhaben. Aber entscheidend ist, wie man damit umgeht, und da kann ich DEKO nur loben: Probleme wurden nie vertuscht, sondern offen angesprochen und pragmatisch gelöst. Auch die Mängelbeseitigung läuft absolut professionell. Und was besonders angenehm ist, sehr eigenständig.
Würden Sie DEKO als Baupartner weiterempfehlen?
Ohne jeden Zweifel, ja. Die Zusammenarbeit war auf Augenhöhe, vertrauensvoll und geprägt von einem hohen Maß an Verlässlichkeit.
DEKO hat uns als Bauherrenvertreter ein gutes Gefühl gegeben, das Projekt in besten Händen zu wissen. Am Ende können wir uns alle in die Augen schauen und sagen: Das ist ein gemeinsamer Erfolg!
Herr Engel, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.
Den ganzen Artikel lesen Sie im DEKORIANER Frühjahr 2025