Zeitgemäße Bildungsbauten sind gefragt. Beauftragt von der Stadt Haan realisierte die DERICHSuKONERTZ Baugesellschaft als Generalunternehmer den Erweiterungsbau der Gesamtschule an der Walder Straße 15. Die schlüsselfertige Übergabe der neuen Räume am 19. September 2024 wurde mit Spannung von allen Beteiligten erwartet. Das DEKO Team hatte die anspruchsvolle Bauphase nach dem Baustart in 2022 trotz Herausforderungen wie Ukraine-Krieg und Lieferengpässen gut gemeistert und sorgte am Ende für glückliche Gesichter bei allen Beteiligten.
Grünes Klassenzimmer und noch viel mehr.
In puncto Nachhaltigkeit setzt der Erweiterungsbau bemerkenswerte Highlights. „Innovative Räume wie ein „Grünes Klassenzimmer“ auf dem begehbaren Dach mit extensiven und intensiven Grünflächen sowie eine integrierte Pflanzenwerkstatt bringen Naturerfahrungen in den Schulalltag“, fasst Isabell Wagener aus dem DEKO Bauleitungsteam zusammen. Photovoltaikanlage und Wärmepumpe setzen auf ökologische Nachhaltigkeit und Energieeinsparung. „Im Herzen des Schulgebäudes wurde ein Lichthof mit einer Grünfläche sowie Fassadengrün zum Blickfang für alle Besucher und unterstreicht nochmals den Nachhaltigkeitsaspekt des Neubaus.“ Aufenthaltsqualität nahe an der Natur bieten auch die von DEKO umgestalteten Außenflächen. „Die Hanglage des Schulgebäudes wurde genutzt, um den Schülerinnen und Schülern mit modernen Beton-Sitzblöcken einen attraktiven Pausenraum zu bieten“, erläutert Bauleiter Marc Hennesen. „Die Blöcke haben wir auf den verschiedenen Hangebenen mit viel Feingefühl an ihren jeweiligen Plätzen positioniert, das war ein aufwändiges Verfahren.“
Neue Mensa als Kernstück.
Kernstück des Erweiterungsbaus ist die neue Mensa mit bodentiefen Fenstern, die nicht nur großzügiges Tageslicht bietet, sondern auch den Blick auf die begrünten Außenflächen freigibt. Die Mensa ist mit begehbaren Kühlräumen und einer effizienten Großküche ausgestattet und kann täglich bis zu 500 Essen ausgeben. Ein separater Kiosk ergänzt das Angebot mit gekühlten Snacks und kleinen warmen Gerichten für die Verpflegung „zwischendurch“. Die „alte“ Mensa, ein zweigeschossigen Solitärbau, wird zukünftig für den Ganztagsbetrieb genutzt. Der Neubau orientiert sich in seiner Architektursprache an den beiden Bestandsbauten und bietet mit den neu gestalteten Freiflächen ein attraktives Lernumfeld.
Effektive Zusammenarbeit – reibungsloser Schulbetrieb.
„Die technischen Anbindungen an den Bestandsbau erfolgten größtenteils in den Ferienzeiten“, so Marc Hennesen weiter, „um den Schulalltag möglichst wenig zu stören.“ Und auch in den Schulzeiten stand Rücksicht ganz oben auf der Agenda. „In enger Abstimmung mit der Schulleitung haben wir dafür gesorgt, dass insbesondere bei Klausuren und Prüfungen die Schülerinnen und Schüler kein Baulärm in ihrer Konzentration stört.“ Alles in allem sei der Schulbetrieb während der gesamten Bauphase nahezu ungestört abgelaufen.
Ergonomisch durchdachte Räume.
Der Neubau umfasst sechs Klassenräume plus drei sogenannte „Time Out“-Räume, die den Schülern Rückzugsmöglichkeiten bieten. Zusätzlich wurden Lehrerzimmer, Büroräume für Beratungen und schulische Sozialarbeit sowie ein Differenzierungsraum für intensivere Betreuung eingerichtet.
„Partnerschaftlich, professionell, zuverlässig“
Architektin Katja Sann ist als Projektingenieurin in der technischen Abteilung des Gebäudemanagements der Stadt Haan tätig. In dieser Funktion war sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Fachämtern Schule und Sport (als Schulträger) sowie Informationstechnik als Bauherrenvertretung für den Erweiterungsbau mit Mensa der Städtischen Gesamtschule Haan verantwortlich. Die Redaktion des DEKORIANERS sprach mit ihr über das Projekt und die Zusammenarbeit mit DEKO.
Frau Sann, die Stadt Haan hat DEKO als Generalunternehmer für das Projekt „Erweiterungsbau Gesamtschule Haan“ beauftragt. Welche Kriterien waren für diese Entscheidung ausschlaggebend?
"Die Beauftragung erfolgte auf Grundlage eines öffentlichen Vergabeverfahrens, aus dem DERICHSuKONERTZ als wirtschaftlichster Bieter hervorging und den Zuschlag erhielt. Zu den Kriterien zählten neben der Eignung auch Zuschlagskriterien wie Termine, Qualität und Kosten. Die Eignung war über Referenzen von vergleichbaren Schulprojekten darzulegen."
Warum wurde der Neubau notwendig?
"Die Gesamtschule als Schulform ist aus den beiden Vorgängern Haupt- und Realschule entstanden. Über eine Bedarfsermittlung durch den Schulträger für die neue Schulform im Ganztagsbetrieb ergab sich die Notwendigkeit einer größeren Mensa und zusätzlichem Unterrichtsraum.
Was ist das Besondere an diesem Projekt?
"Das Besondere ist, dass der Architekt des Hauptgebäudes nun auch den Entwurf des neuen Gebäudes erstellt hat. Damit ist eine Kontinuität in der Architekturauffassung gegeben. Der Erweiterungsbau hat ein begehbares Dach, welches als grünes Klassenzimmer genutzt wird. Darüber hinaus ist es das erste Schulgebäude mit einer Photovoltaikanlage und einer Dachbegrünung auf sämtlichen Dachflächen."
Mit welchen Herausforderungen wurden Sie als Bauherrenvertreterin in der Bauphase konfrontiert?
"Als besondere Herausforderung stellte sich in der Bauphase dar, dass auf Grund des Erweiterungsbaus die Errichtung einer neuen Kompaktstation anders als ursprünglich geplant notwendig ist. Auch die Auswirkungen der Bundespolitik auf die Energieversorgung – weg vom Gas, hin zu Strom – stellte in der Bauphase eine weitere anspruchsvolle Aufgabe dar."
Wie kommen Erweiterungsbau und Mensa bei den Schülern, Lehrern und Eltern an?
"Mit großer Begeisterung konnte den Schüler*innen und den Lehrer*innen im September das neue Schulgebäude übergeben werden. Das wurde in der Mensa mit einem besonderem Essensangebot und einem DJ im schulischen Rahmen gebührend „gefeiert“. Eine offizielle Einweihungsfeier steht noch aus."
Welche Adjektive beschreiben Ihrer Meinung nach die Zusammenarbeit mit DEKO am treffendsten?
"Partnerschaftlich, professionell und zuverlässig."
Wie fällt das Fazit am Ende des gemeinsamen Projekts aus? Würden Sie DEKO als Baupartner weiterempfehlen?
"Aus Sicht der Bauherrenvertretung fand die Umsetzung des Bauvorhabens gemeinschaftlich und „auf Augenhöhe“ erfolgreich statt. Auch für schwierige Teilaufgaben wurde im Austausch immer eine einvernehmliche Lösung gefunden. Daher würden wir als Bauherrenvertretung DEKO als Baupartner auf jeden Fall weiterempfehlen."
Frau Sann, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.
Den ganzen Artikel lesen Sie im DEKORIANER Herbst 2024